Präsident: US-Präsident Trump erstmals bei der EU und bei Nato-Gipfel

Vor der feierlichen Übergabe des neuen NATO-Hauptquartiers, bei der Kanzlerin Angela Merkel mit Donald Trump zwei symbolträchtige Denkmäler enthüllt, stehen am Vormittag Gespräche bei der EU auf dem Programm. Kurz nach der Ankunft des US-Präsidenten war am Donnerstag eine Demonstration unter dem Motto "Trump not welcome" geplant, zu der die Organisatoren rund zehntausend Menschen erwarteten.

Am Nachmittag (16.00 Uhr) nimmt Trump erstmals an einem Gipfel der Nato teil, die er vor seinem Amtsantritt noch als "obsolet" bezeichnet hatte.

Großbritannien hebt Terrorwarnstufe auf höchstes Niveau an - neuer Anschlag befürchtet
Am Montagabend hatte sich ein Selbstmordattentäter während eines Konzerts von Ariana Grande in Manchester in die Luft gesprengt . Laut dem Verwandten der Familie kehrte Abedi erst vier Tage vor dem Anschlag von einem Besuch in Libyen nach Manchester zurück.

Die Nato-Partner signalisierten unmittelbar vor dem Gipfeltreffen ihre Bereitschaft, sich wie von Trump gewünscht geschlossen gegen den internationalen Terrorismus zu engagieren.

Als Reaktion auf das russische Vorgehen in der Ukraine hatten die Nato-Staaten 2014 bei ihrem Gipfel in Wales beschlossen, binnen zehn Jahren ihre Verteidigungsausgaben in Richtung zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung zu erhöhen. Dies solle sicherstellen, dass die Dynamik zur Stärkung der Allianz erhalten bleibe und die Zusagen erfüllt würden.

Bericht: Trump soll Geheimdienstler um positive Aussage gebeten haben
Beobachter sehen darin eine mögliche Behinderung der Justiz - ein Vorwurf, der ein Amtsenthebungsverfahren rechtfertigen würde. Das berichtete die "Washington Post" am Montag unter Berufung auf ehemalige und gegenwärtige Regierungsmitarbeiter.

Noch keine Einigkeit herrscht offenbar darüber, ob die Nato als ganzes der Anti-IS-Koalition beitreten soll. Nach Darstellung von Außenminister Rex Tillerson will der Präsident diese Forderung in Brüssel noch einmal unterstreichen. Deutschland gibt lediglich etwa 1,2 Prozent des BIP für das Militär aus. Trump dagegen hat den Verbündeten schon öfter eine saftige Rechnung für die militärischen Dienste der USA angedroht und Grundpfeiler wie die gegenseitige Bündnisverpflichtung infrage gestellt. Er rief die Nato auf, "die westlichen und transatlantischen Werte auch gegen einen irrlichternden US-Präsidenten Trump hochzuhalten".

Am Donnerstagvormittag wird Trump EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker treffen. "Hier können wir eine gemeinsame Arbeitsgrundlage finden", betonte Tajani. Im Anschluss traf er sich mit dem Königspaar und mit Regierungschef Charles Michel. Später isst er mit dem neuen französischen Präsidenten Macron zu Mittag.

Nahostbesuch: Trump trifft Abbas - zu Israels Missvergnügen
Während Trumps' Besuch wurden im Westjordanland Dutzende Palästinenser bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee verletzt. Der Status von Jerusalem gilt als einer der Hauptgründe, warum die Friedensverhandlungen seit 2014 ins Stocken geraten sind.

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