Regierung | Russland-Affäre: FBI nimmt Trump-Schwiegersohn ins Visier

Washington (Reuters) - Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, ist Medienberichten zufolge im Rahmen der Russland-Ermittlungen ins Visier der US-Bundespolizei FBI geraten.

Die "Washington Post" hatte vergangene Woche berichtet, dass eine Trump nahe stehende Person das Interesse der Ermittler geweckt habe. Die Ermittler gingen davon aus, dass Kushner relevante Informationen habe, hiess es. Dem in US-Medien geäußerten Verdacht, dass Russland die Chancen auf eine Aufhebung der Sanktionen nach Trumps Amtsantritt am 20. Januar auslotete, hat das Weiße Haus widersprochen. Sie untersuchen seit Monaten, ob Trumps Wahlkampfteam bei der Präsidentschaftswahl 2016 mit Kreml-Vertrauten illegal gemeinsame Sache zu Lasten der Demokratin Hillary Clinton gemacht hat. Im Falle Kushners geht es offenbar um Treffen mit zwei bestimmten russischen Staatsbürgern: dem russischen Botschafter in Washington, Sergei Kisljak, sowie dem Banker Sergei Gorkow.

Kushners Anwältin Jamie Gorelick erklärte dem Nachrichtensenders ABC, ihr Mandant habe dem US-Kongress bereits angeboten, in Bezug zu den Treffen Rede und Antwort zu stehen.

FBI nimmt Trump-Schwiegersohn Kushner ins Visier
Trotzdem sei es für die Untersuchungsbehörden möglich, auch gegen jemanden Anklage zu erheben, der nicht ein solches "Target" ist. Rechtsexperten zufolge könnte das, wenn es zutrifft, den Verdacht einer Rechtsbehinderung durch den Präsidenten untermauern.

Der 36-jährige Kushner ist mit Ivanka Trump verheiratet, Trumps Tochter. Er ist unter anderem mit dem Friedensprozess in Nahost betraut, den Beziehungen zu China und Kanada, einer Strafrechtsreform und einer Erneuerung der Regierung.

In Zusammenhang mit den bisherigen Untersuchungen feuerte Trump am 9.Mai in einem aufsehenerregenden Manöver den damals amtierenden FBI-Direktor James Comey - kurz, nachdem Comey mehr Personal für die Untersuchungen hinsichtlich Russland angefordert hatte.

Die neue Entwicklung dürfte Trump auch zeitlich sehr ungelegen kommen. Deswegen wird seine erste Reise nun mit Spannung begleitet.

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Mögliche Verstrickungen zwischen Trumps Team und Russland belasten Trumps Präsidentschaft von Beginn an. Die US-Geheimdienste werfen der Regierung von Präsident Wladimir Putin vor, zugunsten von Trump massiv Einfluss auf den Wahlkampf in den Vereinigten Staaten genommen zu haben. "Die Russland-Ermittlungen des FBI erreichten Trumps Hinterhof, jetzt sind sie in seinem Haus", hieß es in einer Erklärung. Das Justizministerium setzte vergangene Woche einen Sonderermittler ein, der die FBI-Untersuchungen leiten soll. Der Republikaner hatte zunächst verschiedene Gründe für die Entlassung angegeben, sagte dann aber später in einem Interview, er habe dabei "dieses Russland-Ding" mit im Kopf gehabt.

Der parteilose Politiker verwies darauf, dass der Präsident mit dem Anwalt Marc Kasowitz einen Rechtsbeistand in der Affäre gewählt habe, mit dem Lieberman selbst früher in einer Kanzlei zusammengearbeitet hat.

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