Streit beim G7-Gipfel mit Trump - Verhandlungen über Nacht

Nicht nur innerhalb der europäischen Delegationen, sondern auch bei den zahlreichen anwesenden Nichtregierungsorganisationen und Think-Tanks ist man frustriert darüber, dass die G-7 auf Sizilien im Vergleich zu früheren Gipfeltreffen deutliche Rückschritte machen wird. Denn die restlichen fünf Staats- und Regierungschefs schafften es nicht, US-Präsident Donald Trump dazu zu bringen, sich in Richtung Pariser Klimaschutzabkommen zu äußern. Doch die Zeiten solcher G7-Selbstverständlichkeiten sind seit Trumps Antritt vorbei. Die Bundeskanzlerin sagte, die Debatte mit den USA sei "sehr schwierig, um nicht zu sagen sehr unzufriedenstellend" gewesen. Kurze Zeit später verkündet Trump auf Twitter, dass er nächste Woche bekannt geben will, ob die USA aus dem mühsam verhandelten Abkommen von Paris aussteigen. Inzwischen zeichnet sich ab, dass sich die USA in diesem Punkt bewegen.

Der G7-Gipfel der grossen westlichen Industriestaaten auf Sizilien droht wegen der Blockade von US-Präsident Donald Trump in einem Fiasko zu enden. Trump erklärt sich nur mit zwei Absätzen unter der stark verklärenden Überschrift "Menschliche Mobilität" in der Abschlusserklärung einverstanden. Nach wie vor gebe es aber unterschiedliche Vorstellungen darüber, ob und wie darbende Wirtschaftssektoren und die dort beschäftigten Menschen geschützt werden könnten.

Und was, wenn Trump wirklich nicht mitmacht?

Kanzlerin Merkel zeigte sich jedoch entschlossen, beim Klimaschutz "keine Kompromisse" einzugehen. Trump wollte sich auch in Taormina nicht zum Klimaschutz bekennen - trotz der Appelle der anderen Sechs. Es hatte in seiner Deklaration auch die positiven Aspekte der Zuwanderung und die Rechte von Flüchtlingen erwähnen wollen.

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Aber es ist meine dritte Saison in Frankreich und natürlich träume ich auch davon, in den besten Ligen der Welt zu spielen. Nach englischen und französischen Medienberichten soll die Ablöse bei rund 50 Millionen Euro liegen.

"Bei der Frage nach dem Klimaabkommen von Paris steht es sechs zu eins", sagte Merkel. Nach dem Nato-Gipfel musste Generalsekretär Jens Stoltenberg als eine Art Sprachrohr herhalten und Trumps harsche Abkanzelung an die Verbündeten erklären. Kurz vor Schluss des Treffens auf Sizilien gaben die USA ihren Blockadekurs in Sachen Freihandel auf und ermöglichten eine leichte Annäherung.

Ja. Im Kampf gegen den Terror haben sich die G7-Chefs schon am ersten Gipfeltag auf ein gemeinsamen Papier verständigt. In die G7-Schlusserklärung wurde der Passus aufgenommen, dass der Handel nicht "exzessiv" sein dürfe - ein Zugeständnis an die USA. Sogar ein Bekenntnis zum "Kampf gegen Protektionismus" findet sich im Abschlussdokument - ebenso aber auch der "Kampf gegen unfaire Handelspraktiken".

Zu den G7 zählen neben den USA auch Japan, Kanada, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Deutschland. Dies sei auch im deutschen Interesse. Das bleibt wohl umstritten - trotz der Gipfel-Formulierung.

Berlin. Kommt bei diesem Gipfel der selbsternannten G7 noch etwas heraus?

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Die 18 Jahre alte bayerische Anwärterin Leticia aus Ingolstadt ist als erste von den vier Finalistinnen ausgeschieden. Die Show wird zudem - ähnlich wie beim Superbowl - aus Sicherheitsgründen mit einem kleinen Zeitversatz ausgestrahlt.

Die G7-Staaten haben Internetkonzerne aufgefordert, härter gegen extremistische Inhalte im Netz vorzugehen. Sie machen dafür Druck auf soziale Netzwerke. Die G7-Staaten vereinbarten einen besseren Austausch an Informationen über potenzielle Attentäter. So soll die Gefahr durch Extremisten eingedämmt werden, die in den Kampfgebieten in Syrien und dem Irak waren.

Am unproblematischsten verständigten sich die G7-Teilnehmer über die Außenpolitik. Mit Blick auf den Syrien-Konflikt werden Russland und der Iran ausdrücklich aufgefordert, ihren Einfluss zu nutzen, um die "Tragödie" zu stoppen. Einig ist man sich darin, die Sanktionen gegen Russland zu verlängern.

Die Differenzen mit den USA "sind in unseren Diskussionen sehr klar geworden", sagte Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni als derzeitiger G7-Präsident. Mit seiner Maxime "America First" drehte Trump das Prinzip um: Abschottung statt Öffnung, national statt international.

Wie auch immer die Wortklauberei ausgeht, bleibt der Eindruck haften, dass die wichtigsten Industriemächte nicht mehr an einem Strang ziehen. Aber womöglich wachsen aus der Krise des Westens mit den USA neue Allianzen.

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An der Eröffnung nahmen nach Angaben der Veranstalter 70.000 Menschen teil, darunter zahlreiche Politiker aus Bund und Ländern. Nach intensiven Tagen in der Bundeshauptstadt soll der Kirchentag am Sonntag in der Lutherstadt Wittenberg zu Ende gehen.

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