Trump übt Kritik an Deutschland

Trump übt Kritik an Deutschland

Trump übt Kritik an Deutschland

Trump, der während seines populistischen Wahlkampfes die Stadt Brüssel unter anderem als "Höllenloch" bezeichnet hatte, leistete sich zumindest vor laufender Kamera keine Fehltritte - er hielt keine offizielle Pressekonferenz ab. Nach einem 45-minütigen Gespräch liess Ratspräsident Tusk ziemlich offen durchschimmern, dass die Positionen beim Handel und der Klimapolitik, immerhin zwei zentrale Bereiche der EU-Politik, weit auseinanderliegen.

Juncker sprach von einem Übersetzungsproblem. Er beklagte sich bei dem Treffen in Brüssel nämlich heftig über Deutschland und dessen Handelsbilanzüberschuss: "Die Deutschen sind böse, sehr böse", meinte er laut dem deutschen Magazin "Der Spiegel". Für die deutsche Regierung bedeutet dies allerdings nicht, dass die zwei Prozent im nächsten Jahrzehnt wirklich erreicht werden müssen. "Ich bin kein Spezialist in Englisch, wie man weiß. Das wird übertrieben., Bad' heißt nicht böse".

Weitere Festnahme nach Anschlag in Manchester
In Libyen wurden nach Angaben libyscher Spezialkräfte der Vater und der jüngere Bruder Hachem des Attentäters festgenommen . Damit seien bisher zehn Verdächtige festgenommen worden, zwei von ihnen seien wieder auf freiem Fuß, twitterte die Polizei.

Demnach sagte Trump weiter: "Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen".

Mit dieser Aussage sorgt Donald Trump für Aufregung. Trump und die EU leben - der Beweis ist erbracht - auch mental weiter auf verschiedenen Kontinenten. Mit Trump habe man die Außen- und Sicherheitspolitik, Klima und Handelsbeziehungen besprochen. Über eine Milliarde Euro hat das neue, voll verglaste Nato-Hauptquartier gekostet, das im Beisein von allen Regierungschefs der Nato übergeben wurde. Trump durfte dort dennoch eine Gedenkstelle für die Anschläge vom 11. September 2001 enthüllen und später mit Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel ein Stück der Berliner Mauer einweihen. Damit ist aber auch klar: Bis zur angepeilten Zwei-Prozent-Marke ist es noch ein weiter Weg. Nur die wenigsten Länder, darunter die USA, erfüllen diese Quote. Die echten Probleme des Militärbündnisses schwelen weiter - allen voran der Streit zwischen Berlin und Ankara über die verweigerten Besuchsrechte von Bundestagsabgeordneten auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik, wo deutsche Soldaten Dienst versehen. Würde er die ihm zugedachten drei Minuten Redezeit nutzen, um ein starkes Bekenntnis zur Allianz und der im Nato-Vertrag verankerten Beistandsverpflichtung im Angriffsfall auszusprechen? Einige von ihnen würden der Nato "enorme Mengen" Geld schulden.

Trump schürt Konflikte mit Europäern - Kritik an Deutschland
Laut einer Erklärung Stoltenbergs tritt die NATO der internationalen Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat bei. Der US-Präsident sorgt mit drastischer Kritik an den deutschen Handelsüberschüssen für Irritationen in Europa .

Merkel hob in ihrem Grußwort die Bedeutung offener Gesellschaften hervor. Seit Trumps erstem Europa-Besuch ist nun aber auch deutlich geworden, dass der Atlantik so schnell nicht schmaler werden wird. Dass es die harte Linie werden würde, musste befürchtet werden, hatte US-Aussenminister Rex Tillerson auf dem Transatlantikflug gegenüber Journalisten doch angekündigt, Trump werde "sehr deutlich" machen, dass die Europäer mehr für die Verteidigung ausgeben müssten. Westbalkanische Länder seien "frei, ihre eigene Zukunft und Partner zu wählen, ohne dass sie von außen beeinflusst oder eingeschüchtert werden", erklärte der US-Präsident Donald Trump. Die EU betonte nach Gesprächen von Juncker und Tusk mit Erdogan, man müsse und werde die Zusammenarbeit mit der Türkei fortsetzen. So hatte der "Spiegel" den US-Präsidenten zitiert.

Gefallen fand dieser auf jeden Fall am neuen Nato-Hauptquartier, das dem Verteidigungsbündnis gestern vom belgischen König Philippe übergeben wurde.

Merkel und Gabriel streiten offen über Incirlik-Strategie
Der Streit über den Umgang mit der Türkei in der Incirlik-Frage wächst sich zu einer Belastungsprobe für die Bundesregierung aus. Am Anti-IS-Einsatz sind derzeit 268 Bundeswehrsoldaten beteiligt, die meisten davon sind in Incirlik stationiert.

ANTI-IS-KAMPF: Im vergangenen Oktober hat die Nato damit begonnnen, die internationale Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Aufklärungsflügen zu unterstützen. Cohn bestätigte am Freitag am G7-Gipfel in Taormina vor Reportern, dass Trump am Vortag in der Diskussion mit der EU-Spitze in Brüssel über den deutschen Handelsüberschuss die Worte "very bad" benutzt habe.

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