EU hält dagegen: Trump spielt bei Klima Katz und Maus

US-Präsident Donald Trump will aus dem Pariser Klima-Abkommen aussteigen.

Beim G7-Gipfel am Wochenende in Italien war es den anderen sechs Industrienationen nicht gelungen, Trump ein Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzvertrag abzuringen.

"Ab heute werden die USA jegliche Umsetzung der nicht bindenden Teile des Abkommens beenden", sagte Trump in seiner Ansprache. Das jetzige Abkommen lade die Kosten bei den amerikanischen Bürgern ab.

Die meisten Experten sehen das Problem eher in Trumps Energiepolitik insgesamt als in der formellen Aufkündigung des Abkommens. Wissenschaftler der Organisation "Climate Interactive"-Wissenschaftler beziffern den Effekt des Ausstieg des zweitgrößten CO2-Emittenten der Welt mit einem realen Temperaturanstieg im 0,3 Grad Celsius verglichen zu den bisher eingegangenen Verpflichtungen der USA". Die absehbare Entscheidung hatte schon vor Trumps Auftritt rund um den Globus eine Welle des Protestes ausgelöst. EU-Vertreter sprachen von einem "wichtigen Signal". Er verband das mit scharfen Attacken auf andere Länder. Er werde sich um 15.00 Uhr (Ortszeit, 21.00 Uhr MESZ) im Rosengarten des Weißen Hauses äußern, erklärte Trump am späten Mittwochabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er verspricht sich davon innenpolitischen Rückenwind. "Wenn nicht, ist es auch Ok", sagte Trump. Dies habe er im Wahlkampf versprochen und daran halte er fest. "Niemand wird uns in den Weg kommen". Darüber werde in einem kleinen Kreis im Weißen Haus beraten. Zuvor hatten sich Anzeichen verdichtet, dass der Republikaner das historische Klimaschutzabkommen aufkündigen will.

Es würde Jahre dauern bis die USA aus dem Klimaabkommen raus wären.

Mutmaßlicher Terrorist in brandenburgischer Uckermark festgenommen
Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Verdächtige 2015 unerlaubt nach Deutschland eingereist, berichtete die " Bild "-Zeitung". Auf die Spur des Verdächtigen sei man durch Hinweise von Polizeibehörden aus anderen Bundesländern gekommen, sagte Schröter.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagte, dass das Abkommen auch ohne die USA weiterbestehen würde.

Donald Trump hält das Abkommen für unfair den USA gegenüber. Ob die US-Emissionen nach dem Ausstieg stiegen, sei gar nicht gesagt.

Kanzlerin Angela Merkel suchte in Berlin den Schulterschluss mit China auch beim Klimaschutz.

"China steht zu seiner internationalen Verantwortung", so der Pekinger Regierungschef weiter.

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, kritisierte, mit seiner Ankündigung erweise sich US-Präsident Trump als "Menschheitsrisiko".

British-Airways: Flugbetrieb normalisiert sich
London . "Es gibt keinen besseren Weg nach London , als mit uns zu fliegen", wirbt " British Airways " (BA) auf seiner Webseite. Die Computer-Probleme führten zu Verspätungen und Flugausfällen. " British Airways hat unsere Flitterwochen ruiniert".

Der im vergangenen November in Kraft getretene Klimapakt von Paris sieht vor, die gefährliche Erderwärmung in einem weltweiten Kraftakt in den nächsten Jahrzehnten zu bremsen und so dramatische Folgen wie Dürren und einen Anstieg der Weltmeere zu mildern. Einzigartig ist der Pakt, weil sich erstmals fast alle Länder beteiligen wollen. Er hat schon Vorgaben seines Vorgängers Barack Obama aufgeweicht, so dass die USA ihre in Paris gemachten Zusagen voraussichtlich ohnehin nicht mehr einhalten könnten.

Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte Trump vor dem Ausstieg gewarnt. "Sollte der US-Präsident aus dem Pariser Abkommen austreten, was er in den kommenden Tagen oder Stunden tun wird, dann ist es die Pflicht Europas, zu sagen, dass das so nicht funktioniert". EU-Ratspräsident Donald Tusk legte am Donnerstag mit einem Tweet nach und appellierte an Trump: "Bitte verändern Sie das (politische) Klima nicht zum Schlimmeren". "Es geht hier weniger ums Klima, sondern mehr darum, dass andere Länder einen finanziellen Vorteil gegenüber den USA bekommen", erklärte er. Es sei nicht nur "der Schlüssel zum Schutz unseres Planeten", sondern auch "ein Wachstumsmotor für unsere Volkswirtschaften", schrieb er auf Twitter. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigen beide Seiten, dass sie das Pariser Abkommen einhalten wollen. Auch Trumps Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn Jared Kushner, denen ein erheblicher Einfluss auf den Präsidenten nachgesagt wird, plädierten für den Pariser Vertrag. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Städte, Bundesstaaten und Unternehmen innerhalb der USA weiter für ein kohlenstoffarmes Wirtschaftswachstum kämpften. Die USA haben sich verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2025 um 26 bis 28 Prozent unter das Niveau von 2005 zu drücken. Nichts dürfe sich in den Weg der USA zu neuer Größe stellen, begründete Trump diesen radikalen Schritt.

Es taut: Die Eisdecke auf dem Arktischen Ozean am Nordpol schrumpft.

Bedingt. "Es gibt kein Land, das bei dieser Debatte wirklich glaubwürdig ist", kritisiert der Klimaforscher Mojib Latif.

Das Klimaabkommen von 2015 gilt als Meilenstein. Stichtag ist damit der 4. November 2016, als der Vertrag von einer ausreichenden Zahl von Staaten ratifiziert wurde. Gemäß dem Abkommen müssen die Länder sich auch nationale Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase setzen. Idealerweise sollten die Vertragsstaaten sogar eine Grenze von nur 1,5 Grad anstreben.

Zeitung: Bruder des Manchester-Attentäters wollte Deutschen töten
Die Eltern der Brüder waren in den 90er Jahren vor der Herrschaft Muammar al-Gaddafis nach Großbritannien geflohen. Der Bischof von Manchester David Walker verlas die Namen der Opfer und betete für sie und die Angehörigen.

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