Trump isoliert - weltweite Kritik nach Nein zu Klimaabkommen

Trump isoliert - weltweite Kritik nach Nein zu Klimaabkommen

Trump isoliert - weltweite Kritik nach Nein zu Klimaabkommen

Auch China kritisierte den Rückzug Trumps aus dem Paris Klimaabkommen deutlich. Sie sei im übrigen begeistert von der weltweiten Unterstützung für den Kampf gegen den Klimawandel, auch seitens zahlreicher US-Unternehmen.

Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, trat von seiner Beratertätigkeit für Trump zurück. "Der Klimawechsel ist real". Der mutige Schritt Trumps zeige, dass die USA nicht an Abkommen der Vorgängerregierung Obama gebunden seien. Ein solcher Klima-Club, der für mehr als 50 Prozent aller weltweiten Emissionen verantwortlich sei, könne den Ausstoß klimaschädlicher Gase spürbar senken. Schrieb Musk auf Twitter.

Auch ohne den Ausstieg, so viel ist klar, wäre die Lage alles andere als rosig. Auch US-Autobauer Ford beteuerte sein Engagement für den Umweltschutz. Man könne schon auf lokaler Ebene viele Schadstoffemissionen kontrollieren. "Und ein einziger Mann kann auch nicht in der Zeit zurückgehen". In Anspielung an seine Rolle als "Terminator", stichelt er: "Ein Mann (allein) kann nicht zurück in die Vergangenheit reisen - nur ich kann das". "Bitte, Mr. President, wählen Sie die Zukunft".

Das bewegte den US-Politiker und früheren Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger dazu, sich in einem Video an Trump zu wenden. Der 52-Jährige will sich und seine Stadt nicht von Trump vereinnahmen lassen. Die absehbare Entscheidung hatte schon vor Trumps Auftritt rund um den Globus eine Welle des Protestes ausgelöst.

Auch Disney-Chef schmeißt Beratertätigkeit für Trump hin
Trump hatte zuvor in seiner Rede erklärt, er sei gewählt worden, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris. Das Pariser Abkommen war 2015 von 197 Staaten unterschrieben worden, nur Syrien und Nicaragua sind nicht Teil des Vertrags.

Präsident Donald Trump hatte den Ausstieg am Donnerstag verkündet und dies damit begründet, amerikanische Interessen an die erste Stelle setzen zu wollen. Das Abkommen sei nötig, "um unsere Schöpfung zu bewahren". Er sagte, Washington hätte nicht aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen müssen. Der demokratische Bürgermeister Pittsburghs ist entsetzt.

Doch geht Trumps Plan auf, mit Schritten wie dem Paris-Rückzug seine eigene Wählerbasis zu befrieden? "Die wichtigste Aufgabe eines Präsidenten ist das Volk zu schützen", sagt Schwarzenegger. Die USA schwächten sich damit selber.

Donald gegen den Rest der Welt. "Diese Regierung schliesst sich einer kleinen Handvoll von Nationen an, die die Zukunft verleugnet", hiess es in einer Stellungnahme.

Berlin (energate) - Trotz des Ausscherens der USA will die Bundesregierung am UN-Klimaabkommen von Paris festhalten.

De Maizière will trotz Anschlag nach Afghanistan abschieben
Grünen-Chef Cem Özdemir sagte, das Auswärtige Amt dürfe nicht länger "Gefälligkeitsgutachten" für de Maizière erstellen. Bremens Regierungschef Carsten Sieling ( SPD ) äußerte hingegen Zweifel an der Abschiebepraxis der Bundesregierung .

Die britische Premierministerin Theresa May äußerte in einem Telefonat mit Trump ihr Bedauern über die Aufkündigung des Klimavertrages. Der Wohlstand der USA stehe auf dem Spiel. Trumps Republikaner begrüßten die Ankündigung fast geschlossen.

Wirtschaftsführer, Gewerkschaften, Ökonomen - das "andere Amerika" sagt praktisch einmütig, Trump liege falsch. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte, das Abkommen sei schlichtweg ein schlechter Deal für Amerika gewesen. Selbst unter Trump-Wählern sind klar mehr Wähler für das Abkommen als dagegen. "Paris ist nicht tot", sagte die SPD-Politikerin im rbb-Inforadio.

Trump hat den Rückzug mit scharfen Attacken auf andere Staaten verbunden. Tweet Seibert Weiterer Tweet Seiberts Climate Action Tracker zu US-Austritt, Engl. Ziel des Abkommens ist, den Ausstoß von Treibhausgasen weltweit zu reduzieren und die Erderwärmung zu bekämpfen. Im Wahlkampf hatte Trump die Erderwärmung noch als Erfindung der Chinesen bezeichnet, die damit der US-Wirtschaft schaden wollten.

Wie sehr sich Trump und seine Administration bereits von Europa, aber auch von lange gepflegten engen Partnerschaften mit Ländern wie Kanada oder Australien entfernt haben, zeigte sich unmittelbar nach der Verkündung im Rosengarten des Weißen Hauses.

Sonderermittler untersucht Trumps Russland-Verstrickung
Hintergrund sind die mutmaßlich russischen Hackerangriffe auf Computer der Demokraten während des Wahlkampfes im vergangenen Jahr. Später legte er in einer Pressekonferenz mit dem dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos im Weißen Haus nach.

Ähnliche Neuigkeiten



[an error occurred while processing the directive]