Klatsche für May bei britischer Parlamentswahl - Rücktritt?

Eine zentrale Rolle kommt im neuen britischen Parlament womöglich der EU-freundlichen Schottischen Nationalpartei zu, die derzeit 54 der 59 schottischen Mandate hält. Die Liberaldemokraten gewinnen der BBC-Hochrechnung zufolge fünf Sitze hinzu und kommen nun auf 13. Auch der größte Wahlgewinner Labour kann auf Partnersuche gehen.

Auf Großbritannien könnten komplizierte Koalitionsverhandlungen zukommen.

Theresa May hat angekündigt, trotz herber Wahlverluste eine Regierung bilden zu wollen. Die Kampagne war komplett auf ihre Person ausgerichtet, allein das ein Riesenfehler angesichts ihrer mangelnden Fähigkeiten als Wahlkämpferin.

London (dpa) - Die konservative Partei von Premierministerin Theresa May hat nach Angaben der BBC die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus verloren. Trotzdem gehen Königin Elizabeth II. und ihre Familie nie wählen und kandidieren auch nicht. Das teilte ein Regierungssprecher mit.

Schießerei in iranischem Parlament und Chomeini Mausoleum
Einer sei mit einer Pistole, die beiden anderen seien mit Sturmgewehren des Typs AK-47 bewaffnet gewesen, sagte ein Abgeordneter. Die Nachrichtenagenturen Isna und Fars meldeten, drei Menschen seien angeschossen worden, darunter mindestens ein Wachmann.

Die Tories hatten am Freitagmorgen nach Auszählung fast aller 650 Wahlkreise dem Sender zufolge keine Chance mehr, die entscheidende Marke von 326 Sitzen zu knacken. Dies könnte eine Koalition oder eine Minderheitsregierung der Tories sein. May wird nach dem Wahldebakel nicht zurücktreten. "Sie wird bleiben und ihre Meinung nicht ändern", zitierte Kuenssberg ein hochrangiges Regierungsmitglied. Labour-Chef Jeremy Corbyn fordert Regierungschefin May zum Rücktritt auf. Die gewählten Vertreter der nordirischen Partei Sinn Fein nehmen traditionell ihre Sitze in Westminster nicht ein - aus Protest gegen Großbritannien. Denn die Regierung müsste sich dann Sorgen machen, dass auch alle "ihrer" Abgeordneten für ihre Vorschläge stimmen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wartet nun auf ein Signal der Briten für den Beginn der Brexit-Verhandlungen. Mays Ziel war es, sich sowohl in ihrer Partei als auch im Land mehr Rückhalt für die Verhandlungen über den EU-Austritt zu sichern.

Wieder ein politisches Erdbeben in Großbritannien: Das Wahlergebnis ist eine Schlappe für die. May strebt den harten Brexit samt Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion an.

Schaffen weder Konservative noch Labour eine absolute Mehrheit, müssen sie sich bei einem "hung parliament" mit einer kleineren Partei zusammentun.

Vernetzter Lautsprecher auf der WWDC angekündigt
Die ProMotion-Technik des Displays soll zudem die Bedienung per Apple Pencil verbessern, da die Latenz auf 20 Millisekunden sinkt. Dieses arbeitet so effizient, dass der iMac Pro unter anderem mit Intels neuesten Xeon-Prozessoren ausgestattet werden kann.

May hatte sich in der Nacht ebenfalls zu Wort gemeldet, als sie ihren Wahlkreis Maidenhead gewann. Den anschließenden Wahlkampf bezeichneten am Freitag selbst viele Torys wie die knapp wiedergewählte Ex-Staatssekretärin Anna Soubry als "furchtbar": Roboterhaft wiederholte May die Parolen, die der australische Wahlkampfleiter Lynton Crosby vorgab, sprach von "stabiler und starker Führung". Zuvor hatte Labour-Chef Jeremy Corbyn geschrieben: "Labour wird ein Großbritannien aufbauen, das #FürDieVielen funktioniert, nicht die wenigen".

Die Premierministerin bleibt zunächst im Amt. Rücktrittsforderungen an May gibt es inzwischen auch aus den eigenen Reihen. In diesem Fall dürfte die Queen Oppositionschef Corbyn auffordern, eine Regierungsbildung zu versuchen. Die Liberaldemokraten erklärten noch am Donnerstag, sie stünden für eine Koalitionsregierung nicht zur Verfügung.

Als May die Neuwahl überraschend ausgerufen hatte, galt noch ein überragender Sieg mit einem Zugewinn von 100 Sitzen für die Tories als wahrscheinlich. Die Menschen hätten genug von Einschnitten bei den öffentlichen Ausgaben und einem schlecht finanzierten Gesundheitssystem.

Nach drei Terroranschlägen in Großbritannien in drei Monaten warfen ihr Kritiker zudem vor, während ihrer Zeit als Innenministerin für den Abbau von über 20 000 Stellen bei der Polizei mitverantwortlich gewesen zu sein. Corbyn versprach hingegen 10.000 zusätzliche Polizisten.

ROUNDUP 2: Borussia Dortmund trennt sich von Trainer Thomas Tuchel
Die "Zeit" hatte von einem Wortwechsel zwischen Reus und Watzke vor dem Champions-League-Spiel des BVB gegen AS Monaco berichtet. Bielefeld (ots) - Rein sportlich betrachtet ist Thomas Tuchel beim BVB über fast jeden Zweifel erhaben.

Bei den letzten Wahlen 2015 hatten die Konservativen einen Vorsprung von sieben Prozentpunkten erreicht, was ihnen eine absolute Mehrheit mit insgesamt 330 Sitzen bescherte.

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