Mays Konservative könnten absolute Mehrheit verlieren

Mays Konservative könnten absolute Mehrheit verlieren

Mays Konservative könnten absolute Mehrheit verlieren

Die konservative Partei der britischen Premierministerin May hat den Voraussagen zufolge bei der Parlamentswahl die absolute Mehrheit verloren. In den 650 Wahlkreisen gewinnt der jeweils dort an erster Stelle liegende Abgeordnete - die übrigen Stimmen entfallen und werden auch landesweit nicht berücksichtigt. Eigentlich sollen die Verhandlungen am 19. Juni beginnen.

Bei der Parlamentswahl in Großbritannien haben die regierenden Tories von Premierministerin May die absolute Mehrheit verloren. Denn die Regierung müsste sich dann Sorgen machen, dass auch alle "ihrer" Abgeordneten für ihre Vorschläge stimmen.

Die konservative Partei von Premierministerin Theresa May hat nach Angaben der BBC die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus verloren.

In Großbritannien steht nun eine Periode des Durcheinanders bevor.

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Einer aktualisierten Prognose der BBC zufolge werden die Konservativen 318 der insgesamt 650 Sitze erreichen. Zwar dürfte sich dann schon ein belastbarer Trend abzeichnen, das Endergebnis der Wahl liegt aber erst am Freitagnachmittag vor. Mit verlässlichen Ergebnissen wird in der folgenden Nacht gerechnet. Sie kommen der Prognose zufolge auf 14 Sitze und gewinnen damit sechs Sitze hinzu. Der frühere Finanzminister Osborne erklärte, es sei angesichts des schlechten Wahlergebnisses zweifelhaft, ob sie auf lange Sicht Parteichefin bleiben werde. Deren Chefin Ruth Davidson kritisierte Nicola Sturgeon, die Erste Ministerin, permanent für deren "Besessenheit von einem zweiten Unabhängigkeitsreferendum" - und das Ergebnis zeigt, dass viele Schotten momentan kein zweites Mal über die Selbständigkeit abstimmen will. Nigel Farage von der rechtspopulistischen Ukip-Partei twitterte: "Die Konservativen brauchen einen Anführer, der an den Brexit glaubt".

Der Chef der EU-feindlichen UK Independence Party (Ukip), Paul Nuttall, schaffte den Einzug ins Parlament nicht. May patzte aber im Wahlkampf: Sie trat in der Öffentlichkeit hölzern auf, löste einen Streit um geplante finanzielle Einschnitte bei Rentnern aus und verweigerte gemeinsame Fernsehduelle mit Corbyn. "Bei einer Koalitions-Regierung könnte das Gegenteil der Fall sein, das würde ein stärkeres Gewicht für moderate, globalisierungsbefürwortende Kräfte bedeuten". Die Liberaldemokraten sagten bereits Nein. Viele seiner Fraktionskollegen machten keinen Hehl daraus, dass sie ihn für "unwählbar" hielten. Einzig die Liberaldemokraten wollen den Brexit noch verhindern, dies gilt jedoch als aussichtslos.

Eine zunächst für 11 Uhr angekündigte Erklärung Mays vor der Presse verzögerte sich - möglicherweise, weil May abwarten wollte, ob ihr die Queen tatsächlich grünes Licht gibt: In London wurde spekuliert, die Konservativen würden nun eine Minderheitsregierung mit Duldung der nordirischen Unionisten bilden. "Natürlich werden wir mit ihnen (den Konservativen) über ihren Wunsch sprechen, eine Regierung zu bilden", sagte Donaldson der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Zwei Wahlhelfer sitzen in Oxford in einem Waschsalon, in dem ein Wahllokal eingerichtet wurde. Zu dem Zeitpunkt hatten die Konservativen in Umfragen einen Vorsprung auf Labour von etwa 20 Prozent.

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Mays Wahlkampf-Strategie und ihre ungelenkes Auftreten in der Öffentlichkeit hatten ihr viel Kritik eingebracht.

Nach den Terroranschlägen in London und Manchester geriet May unter Druck, weil in ihrer Amtszeit als Innenministerin fast 20.000 Polizei-Stellen gestrichen worden waren. Corbyn verspricht im Wahlprogramm 10 000 zusätzliche Polizisten. "Das ist schlecht für Großbritannien und die EU - und das im derzeitigen weltpolitischen Umfeld".

Ein knappes Jahr nach dem Brexit-Referendum wählen die Briten seit heute Morgen vorzeitig ein neues Parlament.

Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2015 hatten die Tories mit 330 Sitzen die absolute Mehrheit errungen. Nach der jüngsten Befragung der Meinungsforscher des Instituts Survation liegen die Tories mit 41 Prozent gar nur noch einen Punkt vor Labour mit 40. Auch die schottische Nationalpartei SNP verliert und verfügt noch über 34 Sitze. Damit bezeichnet man in Großbritannien ein Parlament, dass keine eindeutigen Mehrheiten hat.

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Für die Sitzverteilung im Unterhaus ist aber wegen des Mehrheitswahlrechts nicht nur das generelle Stimmenverhältnis entscheidend, sondern auch die regionale Verteilung der Stimmen.

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