Noch keine Einigung zwischen Mays Konservativen und DUP

Noch keine Einigung zwischen Mays Konservativen und DUP

Noch keine Einigung zwischen Mays Konservativen und DUP

Die 60-Jährige bestätigte die meisten ihrer bisherigen Minister im Amt. Greg Clark soll Wirtschafts- und Industrieminister bleiben.

Die lesbische Chefin der schottischen Tories, Ruth Davidson, meldete sich als eine der Ersten zu Wort und mahnte, es dürfe keine Rückwärtsrolle beim Schutz der Minderheitenrechte geben. Nach einem Bericht des "Telegraph" (Samstagausgabe) prüfen Parteimitglieder wie Außenminister Boris Johnson, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis, ob sie May als Regierungschefin absägen können.

Regierungsmitglieder und wichtige Konservative trafen am Sonntagnachmittag nach und nach in der Downing Street ein; die Fragen wartender Journalisten beantwortete zunächst niemand. Wie sich dieses Problem mit dem von Theresa May angekündigten harten Brexit-Kurs vereinbaren lässt, ist weiter unklar. Parteichefin Arlene Foster, die bis Januar nordirische Regierungschefin war, hat stets betont, dass sie keine Ehe-Öffnung in ihrem Landesteil zulassen werde.

Großbritanniens Premierministerin Theresa May will nach der schmerzhaften Wahlschlappe am Donnerstag zügig eine Regierung bilden.

Tillerson fordert Ende der Isolation Katars
Bereits zuvor hatten sie alle diplomatischen Kontakte abgebrochen und den Luftverkehr mit dem Emirat gestoppt. Im Konflikt um Katar warnt die Bundesregierung vor den Folgen einer gestörten Machtbalance in der Golfregion.

Am 19. Juni sollen die Brexit-Verhandlungen über Großbritanniens Ausstieg aus der Europäischen Union beginnen.

Werbetafel einer Wechselstube zum Tausch von Pfund und Euro an der Grenze zwischen der Republik Irland und der britischen Region Nordirland. Für May und den rechten Flügel ihrer Konservativen ist die Kontrolle über die Grenzen aber besonders wichtig. Wenn London "zum Beispiel in einer Zollunion bleiben würde, müsste es nicht sämtliche Handelsverträge neu verhandeln", sagte Oettinger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

May hatte die vorgezogene Wahl ausgerufen, um vor den Brexit-Verhandlungen ihre Regierungsmehrheit im Unterhaus zu vergrößern - und scheiterte auf ganzer Linie.

Corbyn hingegen, dessen Labour-Partei im April in Umfragen noch 20 Prozentpunkte weniger als die Tories hatte, legte eine beispiellose Aufholjagd hin. Außerdem fordert die DUP mehr Geld für Nordirland. Doch auf eine sichere Mehrheit im Parlament kann May noch nicht einigen, die Verhandlungen mit den nordirischen Unionisten über eine Minderheitsregierung haben bisher kein Ergebnis erzielt.

Mays Konservative verpassen absolute Mehrheit
Der 68-Jährige, der im Wahlkampf eine beispiellose Aufholjagd hingelegt hatte, forderte May auf, nach der Schlappe zurückzutreten. Nachts dürfte sich ein belastbarer Trend des Wahlergebnisses abzeichnen, das Endergebnis wird aber erst am Nachmittag vorliegen.

Beobachter halten es für möglich, dass die Premierministerin zurücktritt, wenn sie eine Minderheitsregierung gebildet hat. Doch der Druck auf die Politikerin aus den eigenen Reihen und durch die Medien wächst. Ex-Finanzminister George Osborne, den May 2016 entließ, nannte May eine "lebende Tote".

Die "Mail on Sunday" berichtete unterdessen, Aussenminister Boris Johnson plane, Mays Ablösung zu beantragen. Die oppositionelle Labour Party unter Parteichef Jeremy Corbyn erzielte hingegen kräftige Zugewinne, nicht zuletzt unter der Jugend.

Diese erklärte am Freitag bei ihrem Aufenthalt in Mexiko-Stadt, sie erwarte, dass die Austrittsverhandlungen innerhalb von Tagen beginnen könnten, nachdem es in Großbritannien eine neue Regierung gebe. Ein Regierungssprecher sagte, der Vertrag sehe eine Unterstützung der konservative Regierung "auf der Grundlage von Vertrauen und Lieferung" vor.

Die DUP machte jahrzehntelang auch durch Homophobie Schlagzeilen: Parteigründer Ian Paisley startete bereits in den Siebzigerjahren die Kampagne "Save Ulster from Sodomy" (Beschützt Nordirland vor Unzucht), die sich gegen die Legalisierung von Homosexualität wandte. Die nordirischen Protestanten sind gegen Homosexuellenehe und Abtreibung, bestreiten den Klimawandel und wollen ein Ende der Untersuchung über das Verhalten britischer Sicherheitskräfte während der "Troubles" in Nordirland, die mehr als 3500 Todesopfer gefordert haben.

Ausgefuchst! Coca-Cola ändert Name und Rezeptur - keiner merkt es
Jetzt der Paukenschlag: Wie die Bild berichtet, stampft der Softdrink-Riese die Marke mit dem schwarzen Logo jetzt komplett ein. Der Konzern teilte mit, dass bald die neue Sorte "No Sugar" eingeführt werden soll.

Ähnliche Neuigkeiten



[an error occurred while processing the directive]