Hamburgs Schanzenviertel nach Randalen verwüstet

Hamburgs Schanzenviertel nach Randalen verwüstet

Hamburgs Schanzenviertel nach Randalen verwüstet

In Hamburg herrscht Ausnahmezustand.

Auch US-Präsident Donald Trump hat sich zu den Krawallen geäußert. Dann stehen an Anfang und Ende der Menge wie aus dem Nichts plötzlich Polizeiwagen und Wasserwerfer.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hatte vor der Demonstration angekündigt, dass die Polizei gegebenenfalls hart durchgreifen würde.

Wegen G20-Krawallen: Melania Trump nicht bei G20-Partnerprogramm
Bei einem Besuch in Polen warf Trump der russischen Regierung am Donnerstag "destabilisierendes" Verhalten vor. Merkel stellt sich deshalb nach eigenen Angaben auf sehr schwierige Gespräche in der Hansestadt ein.

An den Landungsbrücken hatten sich um 7 Uhr etwa 350 bis 400 Gipfelgegner versammelt, um als Teil des Sternmarsches den Zugang zum Tagungsort zu blockieren. Es sind nicht die vermummten Chaoten vom Vorabend, das Bild beherrschen junge Menschen, sie tragen bunt, nicht schwarz, sie heben die Hände, rufen der Polizei entgegen: "Wir sind friedlich, was seid ihr?". Sie hätten dann Schlagstöcke genutzt und auch einen Wasserwerfer eingesetzt. Zum Morgen beruhigte sich die Lage deutlich. Am Rande einer großen Demonstration mit mehr als 10.000 Teilnehmern hatte es Krawalle gegeben.

Chaos auf den Straßen im Hamburger Schanzenviertel. Er verwies im Onlinedienst Twitter auf ein Interview der Kanzlerin vor dem G20-Gipfel. In einigen Straßen brannten Barrikaden. In St. Pauli spielen sich teils absurde Szenen ab: Behelmte Polizisten laufen in Zweierreihen durch die Strassen und immer wenn sich an einer Ecke vermummte Demonstranten zeigen, machen die Beamten kehrt und folgen ihnen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Später flogen Flaschen, es wurde Feuerwerk gezündet. Sobald die Polizei sich aus einer Straße zurückzog, bauten sie neue Barrikaden auf und zündeten wieder Mülleimer an. "An mehreren Stellen sind Polizisten mit Bürgerkriegsgerät gegen friedliche Sitzblockaden vorgegangen".

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac verurteilte die Strategie der Polizei. Als die Einsatzkräfte versuchten, den "Schwarzen Block" der Vermummten vom Rest der Kundgebung zu trennen, eskalierte die Lage. Dies sei aber nicht gelungen. Die schlimmen Krawalle überlagern das Gipfel-Geschehen. Auch eine Hundertschaft der Polizei räumte umgekippte Straßenschilder und Bierbänke in der verwüsteten Straße Schulterblatt weg.

Nordkoreas Machthaber will vor Stopp der US-Drohungen nicht verhandeln
Trump hatte sich zuletzt enttäuscht darüber gezeigt , dass China nicht erfolgreicher Druck auf Nordkorea ausübe. Seine staatliche Nachrichtenagentur KCNA sprach vom "ersten erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete".

Wenige Stunden zuvor ist die Stimmung noch eine ganz andere: Die Szenerie bei der Kundgebung ähnelt eher einem alternativen Stadtteilfest.

Die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen - und werden wohl einige Zeit in Anspruch nehmen.

Im Stadtteil Bahrenfeld verletzten sich elf G20-Gegner schwer. Die Abfahrt verzögerte sich, weil die Polizei die Personalien von Mitfahrenden aufnehmen und Videos von ihnen machen wollte. Vor der "Roten Flora", dem Kulturzentrum der Linksautonomen, sitzen ein paar Dutzend abgekämpfte Demonstranten vor brennendem Holz, als wäre es ein Lagerfeuer. Bedeutend für den ersten Gipfeltag wird auch die erste Begegnung zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sein. Er hat das Pariser Klimaabkommen aufgekündigt und fährt beim Handel einen Abschottungskurs. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bekennen sich die führenden Industrie- und Schwellenländer zum freien Handel und gegen Protektionismus - allerdings wird "die Rolle legitimer Verteidigungsinstrumente im Handel" anerkannt. Der Busverkehr in der inneren Stadt war aufgrund der Demonstrationen nach Angaben der Hamburger Hochbahn stark beeinträchtigt.

Vettels WM-Führung in Aserbaidschan in Gefahr
Im Schatten des Vettel-Hamilton-Konfliktes sicherte sich Alonso dank eines fehlerfreien Rennens seine ersten Saisonpunkte. Er war in Baku früh an der Box gewesen, weil sein Bolide einige Trümmerteil aufgesammelt hatte, die entfernt mussten.

Trump und Putin setzen sich für ihre Begegnung schnell von der Arbeitssitzung zu Klimaschutz und Entwicklung ab. Nach seinem Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen bekräftigten die anderen 19 Mitglieder der Gruppe der Top-Wirtschaftsmächte, die historische Vereinbarung "rasch" umsetzen zu wollen. Die Signale der Amerikaner vor dem Gipfel waren widersprüchlich. Bei einem Besuch in Polen kündigte er am Donnerstag Schritte gegen das "destabilisierende Verhalten" Moskaus an.

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