Nach G20-Krawallen in Hamburg: Bisher 476 verletzte Polizeibeamte

Nach G20-Krawallen in Hamburg: Bisher 476 verletzte Polizeibeamte

Nach G20-Krawallen in Hamburg: Bisher 476 verletzte Polizeibeamte

476 verletzte Polizisten, 186 vorläufige Festnahmen, 37 ausgestellte Haftbefehle: Die Hamburger Polizei hat am Sonntag eine Bilanz über die dreitägigen Krawalle am Rande des G-20-Gipfels vorgelegt.

Randalierer hatten erneut Müll auf den Straßen zusammengetragen und angezündet. Bereits am Tag zuvor versammelten sich Tausende Menschen zu Gegendemonstrationen, es kam zu Ausschreitungen. Es wundere ihn zudem, dass bei der Anmeldebestätigung der Demo dann auch keine besonderen gefahrenabwehrenden Maßnahmen getroffen wurden, wenn die Hamburger Polizei doch von so einer Gefahr ausgehe, sagte Blechschmidt.

Ein friedliches Fortführen der Demo sei weiterhin möglich, betonte sie. Die Polizei forderte Unbeteiligte auf, die Straßen des Viertels zu verlassen, "um sich nicht Gefahr zu bringen". "Diejenigen, die Straftaten begehen unter dem Deckmantel des Demonstrationsrechts, die gehören nicht auf die Straße, sondern die gehören vor ein Gericht", sagte er. Die Beamten seien dabei massiv getreten und mit Fahnenstangen geschlagen worden. Die vermummten Teilnehmer des Aufzuges seien später unerkannt entkommen. Der Demonstrationszug setzte anschließend den geplanten Weg fort.

Wasserwerfer und Pfefferspray gegen gewaltbereite Demonstranten. Die Demonstranten pfiffen und skandierten "Haut ab, haut ab" in Richtung der Einsatzkräfte. Erwartet werden etwa 10 000 Linksautonome. Man habe es mit "skrupellosen Gewaltakten von Kriminellen" zu tun gehabt, die man nicht vorhergesehen habe, sagte er. Zahlreiche polizeibekannte Linksextreme und Autonome wurden dem Bericht zufolge in den vergangenen Tagen bereits an der Grenze zurückgewiesen.

Merkel sagt nach Hamburger Krawallen Opferentschädigung zu
Stellt Trump sich quer, steht es am Ende 19:1 gegen ihn, was Trump kaum beeindrucken dürfte, die Kanzlerin aber schönreden müsste. Die erste Begegnung mit Donald Trump in Hamburg scheint besser gelaufen zu sein als das erste Treffen im Weißen Haus.

Ein paar hundert Meter weiter zerschlagen Autonome den Asphalt mit Hämmern, um sich Wurfgeschosse zu basteln. Ein Geschäft einer Drogerie-Kette und ein Supermarkt wurden geplündert. Mehrere Autos brennen. Der Sachschaden geht in die Hunderttausende.

Wie schon am Freitag brannten Barrikaden rund um die Straße Schulterblatt, die diesmal jedoch schnell gelöscht werden konnten. Piloten eines Polizeihubschraubers erlitten nach Angaben der Polizei Augenverletzungen durch Laserpointer.

"Unsere Wasserwerfer mussten eingesetzt werden", teilte die Polizei über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit". Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sprach von "bürgerkriegsähnlichen Zuständen".

Steinmeier sagte nun, ihm sei die Diskussion über eine Auslagerung solcher Gipfel weg von Deutschland "zu einfach". "Man hätte den G20-Gipfel nie in einer Millionenstadt wie Hamburg veranstalten dürfen". "Wir waren da, wo wir nicht sein sollten: auf den Zufahrtswegen und Protokollstrecken zum Gipfel". Weshalb Scholz seine "markige Sicherheitsgarantie" für den Gipfel nicht habe halten können, müsse politisch aufgearbeitet werden. Kanzlerin Angela Merkel begrüßte die Staats- und Regierungschefs sowie die Führung der Europäischen Union am Freitagvormittag in der Hamburger Messe.

Tour für Cavendish beendet - Protest gegen Sagan-Aus
Die erste Rennhälfte prägte am Dienstag der belgische Tour-Debütant Guillaume Van Keirsbulck vom Team Wanty-Groupe Goubert. Mark Renshaw - damals wie heute Anfahrer von Cavendish - war ebenfalls nach einem Wild-West-Sprint bestraft worden.

Die Strafverfolgungsbehörden und das Militär hätten in Hamburg hervorragende Arbeit geleistet, erklärte er.

Im Vorfeld der Demonstration waren Ausschreitungen befürchtet worden. Die Geschäftsleuten hätten dies mit dem Schutz der Mitarbeiter angesichts der Bilder aus der Krawallnacht begründet. Nach Erkenntnissen der Polizei seien auf Dächern Gehwegplatten abgelegt und Brandflaschen vorbereitet gewesen. Es wurden knapp 500 Beamte und Dutzende Demonstranten verletzt.

Hubschrauber kreisen. Alle paar Meter sieht man Polizisten in Schutzuniform. "Die Polizei muss das in so einer Situation sofort gewaltsam unterbinden".

Seit Beginn der Proteste gegen den G20-Gipfel wurden einem Polizeisprecher zufolge 288 Menschen festgenommen oder in Gewahrsam genommen.

"Anschlag auf die Demokratie" empört Union
Der Wirtschaftsflügel und der Parteinachwuchs der Jungen Union trommeln für stärkere Steuerentlastungen für Familien mit Kindern. Die SPD verspricht zudem eine Sicherung des derzeitigen Rentenniveaus von 48 Prozent eines Durchschnittslohns.

CNN: "G20: Feuerwerkskörper, Flaschen auf Polizei geworfen, 76 Beamte verletzt". Anmelder Blechschmidt vom Kulturzentrum "Rote Flora" warf Innenbehörde und Verfassungsschutz dennoch vor, "eine massive Kampagne" gegen Demonstranten zu führen.

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