Trumps Sohn steckt tief in der Russland-Affäre

Trumps Sohn steckt tief in der Russland-Affäre

Trumps Sohn steckt tief in der Russland-Affäre

Offensichtlich wütend über die heftige Kritik an dieser Vertretung schoss Trump verbal gegen Hillary Clinton.

Trump junior veröffentlichte den E-Mail-Verkehr über Twitter, um - wie er sagte - seine Kommunikation in diesem Fall möglichst transparent darzustellen. Als Antwort schrieb Trump Jr.: "Wenn es das ist, was Sie sagen, liebe ich es" ("I love it"). Nachdem drei Mitarbeiter des Weissen Hauses das Geheimtreffen mit einer Kremlanwältin im Juni 2016 an die Presse durchgestochen hatten, versuchte Donald Junior erst weiszumachen, es sei um den Adoptionsstopp für russische Kinder gegangen. Donald Trump Jr. haben dem Gespräch zugestimmt, nachdem ihm versprochen worden sei, er könne belastende Informationen über die damalige Präsidentschaftskontrahentin Hillary Clinton erhalten, berichten "New York Times" und "Washington Post".

Die Präsidentenfamilie versinkt immer tiefer in der Russland-Affäre: Donald Trump junior veröffentlichte nun E-Mails, die bestätigen, was die "New York Times" schon zuvor berichtet hatte.

Merkel sagt nach Hamburger Krawallen Opferentschädigung zu
Stellt Trump sich quer, steht es am Ende 19:1 gegen ihn, was Trump kaum beeindrucken dürfte, die Kanzlerin aber schönreden müsste. Die erste Begegnung mit Donald Trump in Hamburg scheint besser gelaufen zu sein als das erste Treffen im Weißen Haus.

Die Anwältin Weselnizkaja wiederum vertritt in den USA einen bekannten russischen Geschäftsmann und machte 2016 Lobbyarbeit für eine Aufhebung der Magnitsky-Gesetze: Diese Gesetze aus dem Jahr 2012 legen US-Sanktionen gegen 18 kremlnahe russische Geschäftsleute fest, die am Tod des gleichnamigen russischen Wirtschaftsprüfers beteiligt gewesen sein sollen, der einen millionenschweren Korruptionsskandal aufgedeckt hatte. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow sagte jedoch, der Kreml kenne Weselnizkaja nicht.

► Goldstone vertritt den russischen Popstar Emin Agalarov und dessen einflussreichen Vater, den azerbaidschanisch-russischen Immobilienmogul Aras Agalarov. Vater Agalarow war zudem ein Geschäftspartner des Kandidaten Trump und hatte zusammen mit ihm 2013 den Schönheitswettbewerb Miss Universe nach Moskau gebracht. Putin reagierte darauf mit dem Verbot der Adoption russischer Waisenkinder durch US-Bürger. Ein Klient habe ihn kontaktiert, weil ein russischer Staatsanwalt sich mit dem Vater des Klienten getroffen habe und diesem Dokumente und Informationen über Clinton für Trumps Wahlkampfteam angeboten habe. Die Söhne Donald und Eric haben das Management der Trump-Firmen übernommen, haben keine Funktion im Weißen Haus und gelten als Privatpersonen. Eine Erklärung, die demokratische Gegner des Präsidenten und selbst einige Republikaner nicht für bare Münze nehmen wollen. Über sein Treffen mit Weselnizkaja informierte er in den vergangenen Tagen erst, als er mit entsprechenden Recherchen der "New York Times" konfrontiert wurde.

Trump ließ seine Pressesprecherin Sarah Sanders jede Zusammenarbeit mit Russland im Wahlkampf dementieren. Er lobte ausdrücklich dessen Bemühen, Transparenz zu schaffen.

Merkel empfängt Trump und andere
Hunderte Menschen hatten sich dort versammelt, um auf den Straßen mit Musik und Getränken gegen den G20-Gipfel zu demonstrieren. Für den US-Präsidenten stellt die Hansestadt das abgeschiedene Gästehaus des Senats an der Außenalster zur Verfügung.

Allerdings gerät der Trump-Sohn auch aus dem Kongress unter Druck. Die republikanische Senatorin Susan Collins forderte, ihn durch den Geheimdienstausschuss vernehmen zu lassen. Agalarov Senior und Trump Junior hatten einmal das Projekt zum Bau eines Trump Towers in Moskau gestartet, das aber nicht zum Abschluss kam. Es wird untersucht werden, ob es dabei Absprachen mit Trumps Wahlkampflager gegeben hat.

Die amerikanischen Geheimdienste sind überzeugt, dass Russland hinter Hackerangriffen während des Wahlkampfs steckte und dass Moskau damit den Ausgang der Präsidentschaftswahl im November zugunsten Trumps beeinflussen wollte.

Anlass für den Schlagabtausch auf Twitter war der Auftritt von Trumps Tochter Ivanka beim Hamburger G20-Gipfel am Wochenende. Der US-Präsident teilte seinerseits nach dem Treffen zwar mit, dass er Putin "deutlich" mit den Cyber-Vorwürfen konfrontiert habe.

Klaus von Dohnanyi wirft Schulz Entgleisung vor
Mit seinem "Ausrutscher "gehe der Kandidat auch an der Wahrnehmung der Menschen vorbei". "Nichts ist entschieden", versicherte er. Die Prognose, dass die SPD mit Martin Schulz "wieder eine sozialdemokratische Partei" werde, habe sich nicht erfüllt.

Ähnliche Neuigkeiten



[an error occurred while processing the directive]