Streit um Zugang zum Jerusalemer Tempelberg eskaliert wieder

Streit um Zugang zum Jerusalemer Tempelberg eskaliert wieder

Streit um Zugang zum Jerusalemer Tempelberg eskaliert wieder

Aber ein Einlenken zeichnet sich bisher nicht ab.

Zu den jüngsten Ausschreitungen kam es nach einer tödlichen Messerattacke auf drei Israelis im Westjordanland. Im Westjordanland hat am Abend ein Palästinenser drei Israelis in der Siedlung Halamisch erstochen.

Polen trotzt Sanktionsdrohungen und treibt Justizreform voran
Der seit eineinhalb Jahren schwelende Streit zwischen Polen und der Europäischen Union hat noch einmal an Schärfe zugelegt. Die Kommission tue das, was sie als Hüterin der EU-Verträge tun müsse, hatte Merkel Mitte Juni gesagt.

Sorge vor einer weiteren Eskalation der Gewalt wegen der Tempelberg-Krise bemüht sich die internationale Gemeinschaft um eine Beruhigung der Lage. Der UN-Sicherheitsrat werde am Montag "dringend" beraten, "wie Appelle zu einer Deeskalation unterstützt werden können", kündigte der schwedische UN-Botschafter Carl Skau an. Bei Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern sind mindestens drei Menschen getötet und rund 400 weitere verletzt worden. Zudem müssen Juden, die die Klagemauer besuchen wollen, die heiligste Stätte des Judentums, seit Jahren durch eine Sicherheitsschleuse. Diese Entscheidung war nach dem am 14. Juli erfolgten bewaffneten Überfall auf israelische Polizisten am Tempelberg getroffen worden, bei dem zwei Ordnungshüter den Tod gefunden hatten. Der Status quo solle nicht geändert werden.

Im Hintergrund versuchen derweil jordanische Diplomaten, Alternativen zu den Metalldetektoren auszuhandeln, denn auch aus Sicht Israels ist die Lösung "nicht ideal", wie Mitarbeiter des Außenministeriums sagen. Tausende Palästinenser gingen am Freitag bei Protesten gegen Israel auf die Straße. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte am Freitag "die Einstellung aller Kontakte mit der Besatzung" verkündet und verlangt, dass Israel "den Status quo bei der Al-Aksa-Moschee bewahrt".

Nach Inhaftierung von Menschenrechtlern: Opposition drängt Berlin zu härterer Gangart gegen Ankara
Sie haben bereits scharf kritisiert, dass die Türkei eine Reise von Bundestagsabgeordneten zur Bundeswehr in Konya untersagt hat. Aber: Alles, was die Lage der gefangenen Deutschen in türkischen Gefängnissen verschlechtern könnte, muss vermieden werden.

Am Sonntag wurde der Zugang zum Tempelberg wieder ermöglicht. Die israelische Regierung sieht nun die Palästinenser in der Pflicht. Israel dürfe Drohungen nicht nachgeben. Israel annektierte später den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems mit der Altstadt. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten muslimische Institutionen in Jerusalem "die Ablehnung der elektronischen Tore und aller Besatzungsmaßnahmen". Der Überliefung nach standen dort früher die jüdischen Tempel, heute beten an der Stelle Muslime in der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom mit seiner vergoldeten Kuppel.

Die neuen Konfrontationen entzündeten sich nach dem Freitagsgebet. Als Reaktion hatte Israel den Zugang zum Tempelberg ohne Rücksprache mit der muslimischen Frommen Stiftung (Wakf) zunächst geschlossen. "Auch die gewaltsamen Auseinandersetzungen, die drei Menschenleben und so viele Verletzte gefordert haben und die Ost-Jerusalem und andere Orte des Westjordanlands erschütterten, verurteilen wir", teilte ein Sprecher mit. Es habe sich um "einen Terrorakt" gehandelt, der "von einem Tier ausgeübt wurde, das mit unergründlichem Hass aufgehetzt wurde", erklärte er am Samstagabend in seinem ersten öffentlichen Kommentar zu dem Angriff.

Merkel spricht mit Trump über G20-Agenda und internationale Krisen
Die Initiative für einen Fonds bei der Weltbank war von der Tochter von US-Präsidenten Ivanka Trump ausgegangen. Doch Erdogan legte noch einen drauf. "Polizei und Militär haben spektakuläre Arbeit in Hamburg geleistet".

Am Samstag warfen junge Palästinenser Steine und Benzinbomben auf Armeeeinheiten, die zum Haus der Familie des 19-jährigen Attentäters vorrückten.

Ähnliche Neuigkeiten



[an error occurred while processing the directive]