Trump gegen hastigen Rückzug aus Afghanistan

Trump gegen hastigen Rückzug aus Afghanistan

Trump gegen hastigen Rückzug aus Afghanistan

Nach ausgiebigen Konsultationen mit seinen Beratern will US-Präsident Donald Trump am Montag seine Strategie für den Einsatz in Afghanistan vorstellen. Der Zeithorizont veranlasste die Widersacher der USA und der Nato, einfach zuzuwarten, bis die fremden Soldaten abziehen würden. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sagte der FR, Trump habe "die erste kohärente, rationale außenpolitische Strategie seit seinem Amtsantritt vorgelegt". Wie lange noch? Radikalislamische Taliban, Warlords und andere Aufständische in Afghanistan beantworten die Frage gerne so: Der Westen hat die Uhr, wir haben die Zeit. "Irgendwann, nach einem erfolgreichen Militäreinsatz, wird vielleicht eine politische Einigung möglich sein, die auch Elemente der Taliban in Afghanistan einschliesst", sagte Trump.

Nun sei es an den Amerikanern, mit den Europäern abzusprechen, wie Afghanistan gemeinsam sicherer und friedlicher gemacht werden könne, sagte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). Nachvollziehbare Kriterien für die Erfüllung der pauschal formulierten Ziele ("Unsere Feinde angreifen, den IS auslöschen, al-Qaida zerquetschen, die Taliban davon abhalten, Afghanistan zu übernehmen, und Terroranschläge gegen Amerika verhindern, bevor sie geschehen") nannte Trump nicht. So lange es nur einen einzigen amerikanischen Soldaten in Afghanistan gebe, werde der Heilige Krieg geführt. Präsident Trump verkündet in einer Ansprache an die Nation, das Engagement dort wieder zu verstärken - ohne ein Ende in Aussicht zu stellen. Mehr militärische "Beinfreiheit" für die US-Soldaten beim Kampf gegen die Taliban. Zudem wies er darauf hin, dass sich in den vergangenen Wochen bereits mehr als 15 Länder dazu bereit erklärt hätten, die Zahl ihrer Truppen für den Afghanistan-Einsatz der NATO noch einmal aufzustocken.

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Trump vermied es, über eine Aufstockung der Zahl der bisher 8400 US-Soldaten am Hindukusch zu sprechen. Seiner jetzigen Strategiewende, der zufolge er den Kampf gegen den islamistischen Vormarsch massiv intensivieren und dafür wohl 4000 zusätzliche US-Soldaten einsetzen will, fehlt es daher an Überzeugungskraft.

Statt Truppenabzug, wie im Wahlkampf versprochen, schickt Trump nun also eine Truppenverstärkung. Äuch die afghanische Regierung äußert sich positiv. Trump selbst, so Militärfachleute, habe weder besonders große Ahnung von Kriegsführung noch von Außenpolitik. Am gleichen Tag hatte Trump mit den Generälen in seinem Kabinett die Optionen für Afghanistan diskutiert. Wenn Trump "Angriff" sage, sei eine brachiale "Hau-drauf-Strategie" zu erwarten, etwa mit einem erneuten Einsatz der "Mutter aller Bomben". "Die Konsequenzen eines schnellen Rückzuges wären sowohl vorhersehbar als auch unakzeptabel", sagte Trump. "Jetzt will Trump Vollgas geben". Er kündigte an, künftig stärker mit dem pakistanischen Erzrivalen Indien zusammenzuarbeiten. Dazu gehören auch Aktionen im benachbarten Pakistan, in das sich die Taliban nach geführten Anschlägen oftmals zurückziehen.

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Doch durch Trump spüren sie neues Selbstbewusstsein. "Ich wollte sicher sein, dass das, was ich sage, korrekt ist", sagte Trump. Mike Signer übt scharfe Kritik an Donald Trump . "Wir werden sehen, was mit Herrn Bannon geschieht", sagte Trump.

Donald Trump sagte deutlich: "Wir sind Partner und Freund, aber wir diktieren den Afghanen nicht, wie sie zu leben haben oder wie sie ihre komplexe Gesellschaft regieren sollen". Dies wird als klare Drohung in Richtung Pakistan verstanden.

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Kurz zuvor hatte US-Außenminister Tillerson versucht, das Säbbelrasseln zwischen den USA und Nordkorea zu beruhigen. Auch sinke Trump auf das Niveau des nordkoreanischen Machthabers, wenn er sich im Ton an die Nordkoreaner anlehne.

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