Heiner Geißler - Streiter, Mahner, soziales Gewissen

Heiner Geißler - Streiter, Mahner, soziales Gewissen

Heiner Geißler - Streiter, Mahner, soziales Gewissen

Es sollte das letzte sein. Besonders die Jahre als CDU-Generalsekretär von 1977 bis 1989 prägten das Bild des angriffslustigen, scharfzüngigen und schlagfertigen Politikers, der für seine Partei und ihren Vorsitzenden und späteren Kanzler Helmut Kohl mehrere erfolgreiche Wahlkämpfe organisierte. "Er war einer unserer Besten".

"Heiner Geißler war ein streitbarer Politiker, der das C im Namen seiner Partei ernst genommen hat". Dabei hat er damit nur den politischen Zeitgeist seiner Generation widergespiegelt.

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Dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, sei Geißler vor wenigen Monaten im Landeskirchenamt in München begegnet. Geißler hatte im Streit um das Bahnprojekt Stuttgart 21 vermittelt. "Seine Offenheit für gesellschaftliche Entwicklungen hat ihn von einem Generalsekretär der CDU, der kräftig austeilen konnte, zum Mitglied von Attac und Kritiker der Auswüchse des Neoliberalismus werden lassen".

Sein Verhältnis zum früheren Bundeskanzler Helmut Kohl war voller Spannungen. Er war damals CDU-Generalsekretär. Er war von 1967 bis 1977 Minister für Soziales, Jugend, Gesundheit und Sport in Rheinland-Pfalz sowie von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Geißler führte das Amt für, unter und zunehmend neben Kohl.

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Auf dem Bundesparteitag 1989 in Bremen kommt es zum Bruch mit Kohl: Der wirft Geißler vor, Verbündete für einen "Putsch" gegen ihn gesammelt zu haben. Geißler sei ein kluger Geist gewesen, der die CDU angetrieben habe, sich Veränderungen der Welt zu stellen. Eine Trennung, die zeitlebens bestehen blieb, tiefe Spuren und eine innige Feindschaft hinterließ. Er erwarb sich grosse Verdienste als Parteiorganisator, als Ideengeber und Modernisierer der deutschen Konservativen, und er tat dies mit einem so grossen Selbstbewusstsein und Eigensinn, dass er zwar Kohl zwölf Jahre lang immer wieder reizte und provozierte, aber gleichwohl für ihn unersetzlich schien. Für viel Unmut sorgte seine Äußerung vom Juni 1983 im Bundestag: "Ohne den Pazifismus der 1930er Jahre wäre Auschwitz überhaupt nicht möglich gewesen". Der SPD-Vorsitzende Willy Brandt nannte ihn nach dieser verbalen Attacke "den größten Hetzer seit Goebbels". Viele junge Leute seien gerade auch wegen Geißler in die Junge Union eingetreten und hätten das Land mitgestalten wollen. Es ging durchaus zur Sache in den politischen Debatten jener Jahre.

"Heiner Geißler war einer der klügsten politischen Köpfe der alten Bundesrepublik", so der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang. "Die Armut war es nicht", bekannte er augenzwinkernd. Er habe in der Partei früh "dafür geworben, die Interessen von Frauen und Familien mit Leidenschaft zu vertreten". Freunde wie politische Gegner haben seinen intellektuellen Scharfsinn bewundert und vor seiner Wortgewalt manchmal auch gezittert. Im Alter von 23 Jahren erkannte der Novize Heiner Geißler, dass er mindestens eines dieser Gelübde nicht würde halten können.

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"Wir trauern um ein Freund Südtirols und um einen Freund der Südtiroler Volkspartei", sagt SVP-Obmann Philipp Achammer zum Tod von Heiner Geißler.

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