Erste Forderungen nach Rücktritt Seehofers

Erste Forderungen nach Rücktritt Seehofers

Erste Forderungen nach Rücktritt Seehofers

"Es war nicht der Hauch einer Personaldebatte", sagte er am Montag nach einer CSU-Vorstandssitzung. "Das muss jeder in Berlin wissen", sagt selbst der sonst für moderate Töne bekannte Europaabgeordnete Manfred Weber, der den einflussreichen Bezirksverband Niederbayern führt. Die Wahlschlappe ist mit 38,8 Prozent zwar nicht minder verheerend. "Also müssen wir uns genau überlegen was wir tun".

So stellt es auch der glücklose CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann dar, als er dann doch mit Seehofer zur Pressekonferenz auftaucht, fast zwei Stunden später als geplant. Die Fürther Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger forderte, Seehofer müsse an Söder abgeben. Keine absolute Mehrheit = Ende der Sonderstellung der CSU = Ende der Existenzberechtigung als eigenständige Partei: So einfach ist die Gleichung, die man in München aufmacht. Ein mittelfränkischer Kreisverbands- und ein Ortsvereinsvorsitzender der CSU hat am Dienstag bereits den Rücktritt Seehofers gefordert. So schnell kann es gehen in der CSU.

May: Großbritannien will Übergangsphase nach Brexit
May legte auch ihre Vision für eine neue "tiefe und besondere" Beziehung zwischen der Europäischen Union und Großbritannien dar. Kühl beschied er, den britischen Wunsch nach einer Übergangsfrist werde die EU, wenn sie dies wünsche, in Betracht ziehen.

Erwin Huber hatte auch dafür gestern den passenden Begriff: "Wir sitzen in der Zwickmühle!" Die Inhalte und das Verhältnis zur CDU müssten jetzt auf den Prüfstand, sagt er, und: "Man kann jetzt nicht nach dem Prinzip, Weiter so' weitermachen". Die CSU ist ziemlich gut im Gnadenlossein. Auch Seehofers Dauerrivale, der bayerische Finanzminister Markus Söder, genießt es von "Debakel" und dem "schlechtesten Wahlergebnis seit 1949" zu sprechen. Abwarten könnte ein Risiko sein für Söder. Auch sie ist gebeutelt, hat drastisch verloren.

Stattdessen erwähnt er gleich zweimal, dass im Nachbar-Freistaat, dem einstigen CDU-Vorzeigeland Sachsen, die AfD vorne liegt. Merkel sagt, die abgewanderten Wähler wolle man durch gute Politik zurückgewinnen. Zum einen müsste er sein Wahlversprechen umsetzen, die CDU-Vorsitzende Angela Merkel bei ihrer erneuten Kanzlerkandidatur zu unterstützen.

Patt im TV-Duell, aber Schulz holt die Unentschiedenen
Es genügt, dass sie keine schweren Fehler gemacht hat und nie aus ihrer Rolle der erfahrenen "Mama Deutschland " gefallen ist. Erdogan habe "alle roten Linien überschritten", "deshalb kann dieses Land nicht mehr Mitglied der EU werden".

Vor der Landtagswahl in Niedersachsen am 15. Oktober dürften aber keine wichtigen Entscheidungen fallen "Ich nehme nicht an, dass jetzt tiefere Koalitionsverhandlungen vor der Niedersachsen-Wahl erfolgen", sagte Seehofer. "Alles andere ist nicht hilfreich in dieser ungewöhnlich schwierigen Situation, die wir in Berlin zu bewältigen haben", betonte der CSU-Chef, der schon mehrfach einen Rücktritt ausgeschlossen hatte. Man wolle versuchen, ein "konservativ-liberales Programm für die nächsten Jahre zu zimmern", sagte Seehofer.

"Man möchte nicht haben, dass in der CSU jetzt etwas kopflos entschieden wird, sonder ein geordneter Übergang im Hinblick auf die Landtagswahl 2018 stattfindet - auch in personeller Hinsicht". Dabei gehe es aber um viel mehr als die CSU-Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge. Man müsse dies aber innerhalb der Union "so vorbereiten, dass wir eine gemeinsame Linie haben". Es sei zuletzt zu erkennen gewesen, "dass die Union auf der rechten Seite eine offene Flanke" habe. Die Polarisierung des Wahlkampfs sei mit ihrer Person verbunden. Aber die Grundentscheidungen in der Flüchtlingspolitik blieben richtig.

Pole: Hamilton löscht Schumacher-Rekord aus
Als Dritter startet Esteban Ocon im Force India vor Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil und Vettel-Teamkollege Kimi Räikkönen . In zwei Wochen auf dem Ferrari liegendem Stadtkurs Singapur muss er zurückschlagen, denn danach kommen eher Mercedes-Strecken.

Als Konsequenz auf das desaströse Ergebnis will Seehofer den CSU-Vorstand auch über die Fortsetzung der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag abstimmen lassen.

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