Facebook & Cambridge Analytica - Billionen-Strafe für Nutzerdaten-Missbrauch droht

Facebook & Cambridge Analytica - Billionen-Strafe für Nutzerdaten-Missbrauch droht

Facebook & Cambridge Analytica - Billionen-Strafe für Nutzerdaten-Missbrauch droht

Die Aktionäre machten geltend, dass die Konzernführung sie in die Irre geführt habe. Man führe routinemäßig Unterhaltungen mit potenziellen Kunden, um bei ihnen mögliche unethische oder illegale Absichten aufzudecken, erklärte Cambridge Analytica. Im August 2016 avancierte der den Republikanern nahe stehende Bannon zum Chefstrategen Donald Trumps im US-Präsidentschafts-Wahlkampf.

Dokumente, die dem Observer vorliegen, beweisen offenbar, dass Facebook bereits im Jahr 2015 von den Aktivitäten der Firma erfahren, seine Nutzer aber nicht ausreichend über dieses Datenleck informiert hatte.

Auch in Deutschland verfolgt man den Fall genau, die bundesweit für Facebook zuständige Hamburger Datenschutzbehörde hat sich in die Affäre eingeschaltet. Doch das heißt noch lange nicht, dass das Unternehmen damit anstellen kann, was es will. Auf der Basis dieser von GSR gelieferten Daten und über den seinerzeit frei verfügbaren Abgleich aller "Likes" erstellte Cambridge Analytica "psychologische Profile von 230 Millionen Amerikanern". Sollte sich dies bestätigten, sei "die Zeit der Unschuld für Facebook vorbei", glaubt der Korrespondent. Finanziert wurde Cambridge Analytica von dem US-Hedgefonds-Milliardär Robert Mercer, einem Unterstützer der Republikanischen Partei.

Der Undercover-Reporter von Channel 4 hatte sich mit Nix und anderen Top-Managern von November 2017 bis Jänner 2018 mehrfach in Londoner Hotels getroffen.

Schneller Schwenk: Lauda will an Ryanair verkaufen
Geht es nach Ryanair-Chef Michael O'Leary, rollen die Iren den Luftfahrtmarkt in Deutschland und Österreich weiter auf. Auch der nunmehr geplanten Mehrheitsübernahme von Laudamotion durch Ryanair muss die EU-Kommission noch zustimmen.

Sogenanntes "Microtargeting", das im übertragenen Sinn mikroskopisch präzises Zuschneiden von Wahlkampf-Botschaften auf Einzelpersonen beziehungsweise Kleinstgruppen beschreibt, steht jetzt im Verdacht, den Ausgang der Wahl stark beeinflusst, wenn nicht entschieden zu haben. Oder aber man schicke "ein paar Mädchen", etwa Ukrainerinnen, das seien sehr schöne Frauen, "nach meiner Erfahrung funktioniert das sehr gut". Der Entwickler der App, der Cambridge-Forscher Aleksandr Kogan, gab die Daten anschließend an den Kronzeugen der New York Times, den früheren Cambridge-Analytica-Mitarbeiter Christopher Wylie und dessen Arbeitgeber weiter - was den Geschäftsbedingungen von Facebook sehr wohl zuwiderlief.

Mithilfe des Vorhersagewerkzeugs, ob ein bestimmter Wähler mit großer Wahrscheinlichkeit Trump wählen würde, konnten die Wahlkämpfer ihren Einsatz effizient und zielgerichtet planen: Denn bei den US-Wahlen kommt es vor allem auf die Mobilisierung an. Auch habe Cambridge Analytica der russischen Ölgesellschaft Lukoil eine Zusammenarbeit angeboten.

Der Vorsitzende des britischen Unterhausausschusses für Digitales und Medien, Damian Collins, teilte seinerseits mit, dass er Zuckerberg in einem Schreiben aufgefordert habe, vor dem Gremium zu erscheinen.

Wir haben Facebook ausgenutzt, um Millionen von Nutzerprofilen 'abzuernten'. Sie war beim Online-Netzwerk als wissenschaftliche Persönlichkeitsforschung angemeldet worden. Wylie zufolge soll Cambridge Analytica Daten von rund 50 Millionen Facebook-Usern gesammelt und ausgewertet haben - und zwar ohne deren konkrete Zustimmung.

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Er schrieb auf Twitter , er habe Tillerson gesagt, dass dieser seine Zeit vergeude, indem er mit Nordkorea verhandeln wolle. Trump begründete die Ablösung seines Außenministers mit Meinungsverschiedenheiten in zentralen außenpolitischen Fragen.

Bei den FTC-Ermittlungen gehe es im Kern darum, ob das weltgrößte Internetnetzwerk der Firma Cambridge Analytica erlaubt habe, an einige Nutzerinformationen zu gelangen, obwohl dies gegen die Richtlinien verstoße, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Agentur Bloomberg.

Auch bei Facebook könnte es laut der "New York Times" personelle Veränderungen geben.

Auch in Großbritannien, dem Sitz von Cambridge Analytica, droht den Beteiligten der Affäre Ärger: Das britische Parlament will Facebook-Chef Mark Zuckerberg anhören. Auf der Internetseite werden als Beispiele für Auftraggeber eine Tageszeitung genannt, die mehr über ihre Abonnenten wissen möchte, sowie ein US-Autoversicherer, der sich selbst besser vermarkten will.

Ein Kollege Kosinskis machte aus dem Modell eine Facebook-App, die als amüsantes Persönlichkeitsquiz daherkam.

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Stattdessen sind für das Umweltministerium Svenja Schulze aus NRW oder Matthias Miersch aus Niedersachsen im Gespräch. Der leitete dort die Geheimsitzung einer Fachgruppe, die ein alternatives SPD-Rentenkonzept erarbeiten sollte.

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