Trumps neuer Sicherheitsberater Bolton - Hardliner und Nationalist

Trumps neuer Sicherheitsberater Bolton - Hardliner und Nationalist

Trumps neuer Sicherheitsberater Bolton - Hardliner und Nationalist

Er wird durch Bolton ersetzt. Seine Tiraden äußerte er in den vergangenen Jahren als Experte im erzkonservativen TV-Sender Fox News und beim ähnlich eingestellten American Enterprise Institute.

Als Kommentator bei "Fox News" sprach sich Bolton immer wieder für eine militärische Option gegen Nordkorea aus: "Die einzig verbliebene diplomatische Option ist, das Regime in Nordkorea zu beenden, indem Südkorea es einnimmt". Die Weltansicht des 69-Jährigen ist fundamentalistisch.

Der FDP-Außenexperte Bijan Djir-Sarai sagte: "In Washington kommt jetzt die Stunde der Hardliner". Außenminister Rex Tillerson, Chefstratege Steven Bannon, Stabschef Reince Priebus oder die Kommunikationsdirektorin Hope Hicks, um nur ein paar Beispiele zu nennen - sie alle gingen oder sind gegangen worden. Nach seinem Wahlsieg hatte Trump den Hardliner als Aussenminister in Betracht gezogen, unter anderem jedoch davon abgesehen, weil ihm Boltons buschiger Schnauzbart nicht gefiel.

Islam-Streit in der Bundesregierung
Gleichzeitig versuchte Seehofer auch die Kritik aus der SPD zu kontern, die er zuvor für seine Islam-Äußerungen eingefahren hatte. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat mit seinen Aussagen eine neuerliche Debatte über den Islam in Deutschland ausgelöst.

Denn natürlich steckt in dem Bolton-Aphorismus auch etwas Wahres, schließlich war Präsident George W. Bushs ehemaliger UN-Botschafter eine treibende Kraft beim US-Einmarsch im Irak.

Bolton ist nach McMaster und Michael Flynn bereits der dritte Nationale Sicherheitsberater Trumps. Damals antwortete Bolton nach Medienberichten, für ihn kämen nur die Posten des Sicherheitsberaters oder des Außenministers in Frage. Trump versprach baldige Nachricht. Vor drei Jahren plädierte er in der "New York Times" für Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen: "Bombardiert den Iran, um Irans Bombe zu stoppen", lautete der provokante Titel seines Beitrags.

General H.R. McMaster ist nicht mehr Sicherheitsberater des US-Präsidenten.

Trump will Nordkoreas Machthaber Kim treffen
Trump hat eine entsprechende Einladung von Kim, die der südkoreanische Sondergesandte Chung Eui-yong überbracht hatte, angenommen. Südkoreas Präsident Moon Jae-in und Trump tun das Richtige, wenn sie versuchen, das Risikoniveau möglichst schnell zu senken.

Trump dreht sein Personal-Karussell weiter: Nun fliegt sein Sicherheitsberater McMaster. Trump und McMaster lagen oft übers Kreuz.

Der Iran hat bereits jegliche Nachverhandlungen an dem Abkommen abgelehnt.

Boltons Aggressivität lässt viele Beobachter an seiner Eignung für den Posten zweifeln. Teheran verpflichtete sich darin, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Es sei fraglich, ob Bolton das nötige "Temperament und die Urteilskraft" besitze. Der neue Sicherheitsberater war einer der eifrigsten Befürworter des Irak-Krieges; ein Neokonservativer ist er freilich nicht, sein Ziel war allein die Zerstörung des Iraks, nicht ein demokratischer Neuaufbau.

Gabriel sieht durch US-Strafzölle Arbeitsplätze in Europa bedroht
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump , Einfuhrzölle auf Stahlimporte zu erheben , sorgt für heftige Kritik. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach von einer "eklatanten Einmischung" zum Schutz der US-Industrie.

International fielen die Reaktionen auf die Ernennung von Bolton gemischt aus. Mit John Bolton an seiner Seite wird Trump diesen Vertrag im Mai aufkündigen. Nun steht von dem Trio nur noch Verteidigungsminister James Mattis. Bolton sei einer von mehreren "wahren Freunden Israels", die Trump in sein Team berufen habe, sagte Justizministerin Ayelet Shaked. Er ist ein scharfer Kritiker des Atomabkommens mit dem Iran, mit dessen Aufkündigung Trump gedroht hat.

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