Ehemaliger Regionalpräsident Kataloniens Puigdemont in Deutschland festgenommen - und wieder freigelassen?

Ehemaliger Regionalpräsident Kataloniens Puigdemont in Deutschland festgenommen - und wieder freigelassen?

Ehemaliger Regionalpräsident Kataloniens Puigdemont in Deutschland festgenommen - und wieder freigelassen?

"Die Flucht des Putschisten Puidgemont ist beendet", twitterte hingegen Albert Rivera, Vorsitzender der Anti-Unabhängigkeitspartei Ciudadanos. Daraufhin leitete die Justiz Ermittlungen wegen Rebellion gegen Puigdemont und andere Unabhängigkeitsbefürworter ein. Es kommt zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten zwischen Separatisten-Anhängern und der Polizei.

Nach der Festnahme von Carles Puigdemont ist die Lage in Barcelona prekär. Darauf stehen 15 bis 25 Jahre Haft.

Der 55-Jährige wurde am Sonntagnachmittag zunächst in die Justizvollzugsanstalt Neumünster gebracht. Die spanischen Behörden hatten offenbar ihren bundesdeutschen Kollegen einen Hinweis gegeben. Darüber, ob der Politiker in Auslieferungshaft kommt, wird das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht in Schleswig entscheiden.

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Entsprechend knapp äußerte sich Justizministerin Katarina Barley am Abend in der ARD: Die "ersten Schritte" seien "rein juristische", sagte die SPD-Politikerin. Die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig hat das Auslieferungsverfahren übernommen.

Puigdemont wird von Spanien nach der Abhaltung eines Referendums über die Unabhängigkeit der nordostspanischen Region Katalonien am 1. Oktober und einer einstigen Unabhängigkeitserklärung am 27. Oktober per europäischem Haftbefehl gesucht. Unmittelbar danach hatte sich Puigdemont nach Brüssel abgesetzt, um der spanischen Justiz zu entkommen.

Insgesamt stellte der Gerichts am Freitag sechs internationale Haftbefehle aus: Gegen Puigdemont und gegen fünf seiner Mitstreiter, die sich derzeit in Belgien, der Schweiz oder Schottland aufhalten. Denn niemand kann behaupten, die Angelegenheit gehe die anderen Europäer nichts an. Laut Medienberichten erhielten die Behörden einen Tipp des spanischen Geheimdienstes. Die Verhaftung Puigdemonts könnte in Spanien zur "potenziellen Eskalation beitragen", sagte Brantner dem Deutschlandradio-Hauptstadtstudio.

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Beamte der Autobahnpolizei Schleswig-Holstein hätten Puigdemont um 11.19 Uhr auf der Bundesautobahn 7 festgenommen, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts in Kiel gegenüber der Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Einen für Samstagnachmittag gebuchten Flug liess Puigdemont verfallen. Der europapolitische Sprecher des Links-Fraktion im Bundestag sagte gegenüber diesem Sender: "Ja, also ich empfinde das eigentlich als Schande".

Puigdemont war seit Donnerstag in Finnland zu Besuch gewesen und hatte dort unter anderem Parlamentsabgeordnete getroffen. Wolfgang Kubicki - selbst Jurist und Bundestagsvizepräsident - schließt eine Auslieferung wegen des Vorwurfs der Rebellion aus. Spanien müsse nun Unterlagen vorlegen, aus denen sich ein Grund für eine Auslieferung ergibt. Diese Frage beschäftigt seit der Festnahme des Separatistenführers am Sonntag nicht nur die Justiz in Schleswig-Holstein. Darunter ist auch der ehemalige Präsidentialamtsminister Jordi Turull, der am Samstag vom katalanischen Par lament im zweiten Wahlgang zum neuen Regierungschef gewählt werden sollte.

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