Facebook kamen auch Zuckerbergs Daten abhanden

Facebook kamen auch Zuckerbergs Daten abhanden

Facebook kamen auch Zuckerbergs Daten abhanden

Der Facebook-Chef laviert und taktiert.

Längst nicht auf alle Fragen der Senatoren hatte Zuckerberg eine Erklärung parat. Und in Bezug darauf, wie sich die Gesellschaft dagegen versichern kann, dass Zuckerberg seine Position nicht weiter missbraucht und keine Steuern in den Ländern zahlt, wo Facebook operiert. Es ist die schwerste Krise in der 14-jährigen Unternehmensgeschichte. Cambridge Analytica steht im Mittelpunkt des Datenskandals: Die Firma verschaffte sich Zugang zu Daten von Dutzenden Millionen Facebook-Nutzern. Welche Einsichten haben wir gewonnen? Er wiederholte sich oft, nutzte exakt die gleichen Formulierungen, die ihn auch durch die erste Anhörung gebracht hatten. Kritischen Fragen wich er aus. Wann immer es eng wird, verweist er auf sein Team, das demnächst genauere Informationen liefern werde. Er sei keineswegs sicher, schiebt der Senator hinterher, ob vage Zusicherungen konkretes Handeln zur Folge hätten. Bislang ist nicht einmal klar, welcher Branche der Konzern zugerechnet werden muss. Zu wem man wohl wechseln könne, wenn einem Facebook auf die Nerven gehe. Wäre Facebook ein Telekomdienst, wäre die US-Behörde FCC (Federal Communications Commission) zuständig.

Senator John Cornyn entlockte Zuckerberg allerdings einen Satz, der Facebook noch verfolgen könnte. Darüber, wie nun der Chefposten besetzt werde, gab es zunächst keine Angaben. Allerdings müsse bei der Einführung solcher Regelwerke "sehr vorsichtig" vorgegangen werden.

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Neben den Spielen gegen Hertha BSC, den HSV und Schalke 04 muss Frankfurt am drittletzten Spieltag beim FC Bayern antreten. In großer Abstiegsnot übernahm er im März 2016 den Posten des Chefcoachs beim hessischen Bundesligisten.

Zwei Datenschutzgesetze wurden in den USA immerhin parallel zur Anhörung erlassen.

Eine wichtige Frage wurde direkt im Anschluss erörtert: Wann erfuhr Facebook vom Datenmissbrauch? Er habe damals auf seinem Desktop die Porträtfotos der Kommilitonen im "Facebook" des Kirkland-Wohnheims betrachtet (da kam der Name her!), beschrieb Zuckerberg in seinem damaligen Blog die Gründungsidee, "und einige hatten ziemlich grauenhafte Facebook-Fotos".

In Europa ist man schon etwas weiter. Markeys Vorbild für neue Regulierungen ist die Datenschutz-Grundverordnung der EU, kurz DSGVO oder GDPR. Er zeigt sich offen für Regulierungen – "wenn es die richtige Regulierung ist", fügt er aber hinzu. Dass sich das Netzwerk damit neue Probleme schafft, erwähnte Zuckerberg nicht. "Ich will Facebook nicht regulieren - aber bei Gott, ich werde es tun". Bei Verstoß drohen Geldstrafen. Einlenken will das Unternehmen auch bei einer kalifornischen Initiative für besseren Verbraucherschutz. Mit der Zeit wurde er zunehmend mutiger, widersprach Senatoren und fiel ihnen zum Teil auch ins Wort.

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Oktober, mit dem die damalige katalanische Regierung eine Loslösung der Region vom spanischen Zentralstaat erreichen wollte. Die Mitglieder der abgesetzten Regionalregierung seien "politische Gefangene, aber frei in ihrem Geist", so der Separatist.

Das galt auch für Momente, in denen Zuckerberg leicht genervt wirkte, weil er den wesentlich älteren Senatorinnen und Senatoren technische Grundlagen erklären musste. Dennoch betonte der Gründer, dass immer auch eine kostenlose Version existieren werde. Die Strategie der Abgeordneten bringt Zuckerberg in echte Bedrängnis. Alexander Tayler werde in seinen vorherigen Job des Daten-Verantwortlichen zurückkehren, wie das Unternehmen mitteilte.

Selbstverständlich könnten Personen, die dies nicht wünschten, das Offline-Werbenetzwerk deaktivieren, sagte Zuckerberg. Die Mission hinter Facebook sei "idealistisch und optimistisch". Apple habe seine Nutzer nie darüber informiert. Der Auftritt war gründlich vorbereitet - bis hin zu einem dicken Sitzkissen auf Zuckerbergs Sessel, durch das er höher über den Tisch vor ihm hervorragte.

Mit seinen üblichen Entschuldigungsfloskeln und ein paar nebulösen Versprechungen zu besseren Kontrollen im Unternehmen löste sich der Jung-Milliardär mühelos aus der Umklammerung: Erhobene Zeigefinger bekam er zu sehen, als ob man einen Teenager ermahne, mehr war da nicht. Damit bleiben berechtigte Zweifel. Doch befinde sich Facebook dabei im "Rüstungswettlauf" mit Russland, das seine Instrumente ständig zu verfeinern suche.

EU-Staaten weisen russische Diplomaten aus
Dieser Schritt werde "den politischen Kriterien, die an den Giftanschlag Skripal angelegt werden sollten, nicht gerecht". In einer gemeinsamen Stellungnahme mit Außenministerin Karin Kneissl hieß es, man werde "keine Diplomaten ausweisen" .

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